Evangelisches Dekanat Vogelsberg

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanats Vogelsberg zu Ihnen passen. Wir sind jederzeit offen für Ihre Anregungen. Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

          AngeboteÜbersicht
          Menümobile menu

          Gott neu entdecken

          Dem Volk aufs Maul geschaut

          privat

          Kampagne zum Vogelsberger Kirchentag mit Rolf Ehlert, Pfarrer in Rixfeld und Stockhausen

          "Däin Gloäwe hodd der geholfe; mach´s gud,mach wäidder so!“ (Lukas 7, 50b)

          So steht es auf dem Banner, das wir an der Kirche in Stockhausen aufgehängt haben.

          Die Aktion ist im Rahmen der Feierlichkeiten zum 500. Reformationstag entstanden. Luther hat damals die Bibel ins Deutsche übersetzt. So hat er dafür gesorgt, dass jeder Gläubige die Bibel und den Gottesdienst verstehen konnte.

          Und dass nun in den letzten Wochen immer wieder viele Verse aus der Bibel ins Platt der einzelnen Dörfer übersetzt werden, unterstreicht, wie wichtig es war, dass Luther einem jeden die Bibel nähergebracht hat, dass er einem jeden das Verstehen ermöglicht hat.

          „Dein Glaube hat dir geholfen; geh hin in Frieden.“

          Ich denke, dass dieser Vers gut zu den Anliegen von Luthers Reformation passt.

          Luther hat damals gegen den Ablasshandel gekämpft: Er hat sich heftig dagegen gewandt, dass Sündenstrafen durch Geld getilgt werden konnten.

          Luther hat ganz deutlich gesagt, dass wir nur durch den Glauben an Jesus Christus gerecht werden. Nur dadurch, dass wir fest darauf vertrauen, dass Jesus Christus uns aus lauter Gnade und Barmherzigkeit unsere Sünden vergibt, werden wir gerechtfertigt.

          Und diese Rechtfertigung ist nicht mit Geld zu bezahlen, sondern sie setzt aufrichtige Reue voraus.

          Unser Vers aus dem 7. Kapitel des Lukasevangeliums stammt aus einer Geschichte, in der berichtet wird, dass Jesus mit einer Sünderin zusammentrifft.

          Diese Frau hat wohl viel Schlechtes getan. Doch als sie Jesus sieht, wäscht sie seine Füße mit ihren Tränen und salbt seine Füße mit Öl.

          Die Menschen um Jesus herum können nicht verstehen, dass er sich mit dieser Frau abgibt, dass er sie so nah an sich heranlässt.

          Doch Jesus würdigt, dass sie ihr ganzes Vertrauen in ihn setzt. Sie tritt an ihn heran, obwohl jeder weiß, was sie getan hat. Sie riskiert, abgewiesen zu werden. Doch Jesus vergibt ihr aus lauter Gnade und Barmherzigkeit, obwohl sie es gar nicht verdient hat.

          Unterstrichen wird das durch den Satz: Geh hin in Frieden. Oder um es mit unserer Übersetzung ins Platt zu sagen: „mach´s gud,mach wäidder so!“

          Die Vergebung ist also als Ermutigung gedacht, zu einem besseren Leben zu kommen. So hat ja auch Luther gesagt: Vergebung setzt Reue voraus.

          Und wie könnte einer das besser deutlich machen, als dass er seine Fehler bereut, und versucht, es besser zu machen.

          Diese Seite:Download PDFDrucken

          to top