Evangelisches Dekanat Vogelsberg

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          Gott neu entdecken

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          Reinhard PleierDer Hopfmannsfelder Bibelkreis mit dem Banner zur Aktion

          Kampagne "Dem Volk auf's Maul geschaut" zum Vogelsberger Kirchentag mit Christian Tröger, Pfarrer in Meiches, Dirlammen und Hopfmannsfeld

          Ein Schaf büxt aus und der gute Hirte „sicht, bis es gefonne hott.“ Eine Frau verliert einen Silbergroschen „onn kehrt ess ganz Haus onn sicht.“ Ein junger Mann verlässt den väterlichen Hof, „brocht sei Gut em met Prassen“ – und doch wird er am Ende voller Freude wieder aufgenommen.

          Man muss nicht besonders religiös sein, dass einem diese bekannten Geschichten vom Verlieren und vom Finden ans Herz gehen. Sie stehen alle im fünfzehnten Kapitel des Lukasevangeliums, das wir in unsere Heimatdialekte übersetzt haben: Auf Meicheser, Dirlammer und Hopfmannsfelder Platt – und op Kölsch.

          Man muss erst recht kein ungläubiger Pessimist sein, um zu wissen, wie schwer es oft ist, sein Herz zu öffnen: „Es ist schwer, dem eigenen Bruder ein Bruder zu sein“, so hörte ich es zuletzt einmal. In der Bibel schäumt so ein Bruder vor Wut: „Ävver jetz, do dä jekumme es, dä dinge jüngste Son es…“ „Der da! Dein jüngster Sohn!“ – nichts da von wegen „mein Bruder“.

          Der Vater aber antwortet seinem ältesten Sohn, und Jesus Christus gibt es seiner Gemeinde mit auf den Weg: „Du sollst oawer fruh on gutes Muts sei, denn dein Bruder woar dut on is widder lawendich gewurn, e woar verlun on is widder gefonne wurn.“ Dieser Schlussvers aus dem „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ hängt seit einigen Wochen als Banner am Pfarrhof in Hopfmannsfeld. Er erinnert uns daran: Fröhlich und guten Muts sollen wir Christen sein, geschwisterlich – ob nun dem eigenen Bruder, der eigenen Schwester oder anderen Menschen gegenüber.

          Das ist schwer, und es bleibt schwer. Aber Fröhlichkeit und guter Mut lassen sich doch daraus schöpfen, dass zuallererst Gott es ist, der da sucht und findet, der sich freut „iwwer enn Sünder, daa büßt.“ Der gute Hirte, die suchende Frau, der liebende Vater – von Gott ist da zuallererst die Rede, erst ganz zum Schluss dann sagt Christus zu uns: „Du sollst...!“

          Geschwisterlichkeit, Fröhlichkeit und guter Mut – das möge Gott uns Gemeinden neu entdecken.

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