Evangelisches Dekanat Vogelsberg

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          Pfingstmusiktage Lauterbach

          „Stimmungsvoll, majestätisch und wunderschön“

          Matthias JahnelDie Lauterbacher Jugendkantorei überzeugte am Pfingstsonntag und ließ das Pfingstfest fühlbar werden

          Pfingstgottesdienste mit der Lauterbacher Jugendkantorei und dem Lauterbacher Vokalensemble ganz im Zeichen des Heiligen Geistes

          Erik GöttigMit einem runden stimmigen Programm begeisterte das Lauterbacher Vokalensemble die vielen Zuhörer am Pfingstmontag

          Popsongs, Worshipmusik und neues geistliches Liedgut kombinierte die Lauterbacher Jugendkantorei unter der Leitung von Kirchenmusikerin Claudia Regel mit traditionellen Gemeindeliedern beim Gottesdienst am Pfingstsonntag in der Stadtkirche Lauterbach. Der Pfingstgottesdienst am Montag hingegen, wurde mit einer krachenden Interpretation von Bachs Fantasia Super „Komm Heiliger Geist“ eingeleitet. Zwei stimmige Musikgottesdienste, die während der Lauterbacher Pfingstmusiktage stattfanden und die Gemeinde das Pfingstfest geradezu spüren ließen.

          „Die musikalischen Gottesdienste bei den Pfingstmusiktagen sind etwas Besonderes. Darin kommen sich Musik und Kirche während des Festivals am nächsten“, freut sich Jutta Heß, Vorsitzende des Kirchenvorstandes in Lauterbach. Schon die Eingangsmusik für Orgel und Saxophon am Sonntag, „ließ die Kirche regelrecht erwachen und aufblühen und sorgte für eine ganz besondere Stimmung“, schwärmt Nadine Reibling, Prädikantin und Mitglied des Kirchenvorstands Lauterbach, und betont „auch die Jugendkantorei hat mit ihren zarten und klaren Stimmen den Gottesdienst in einem feierlichen und festlichen Glanz erstrahlen lassen, es war ein Genuss zuzuhören“. Mit dem Fokus auf englische Musik transportierten die Sängerinnen mit „I believe in the sun“, „You raise me up“ und „I will follow him“ die Gedanken der Predigt und der Gebete auf musikalische Art und Weise weiter. Pfarrerin Dorothea Göbel griff in ihrer Predigt die Themen Zukunft, Veränderung und Entscheidungen auf und forderte ihre Zuhörer mit der Frage heraus, ob sie wissen wollen würden, wann sie sterben. „Obwohl unsere Zukunft ungewiss ist, dürften wir auf die Kraft des Heiligen Geistes vertrauen“, erklärt Göbel. Er sei uns zur Seite gestellt worden, um zu entscheiden was gut und richtig sei, um einen langen Atem zu bewahren und uns eine Richtung zu geben, so die Pfarrerin weiter. Diese Kraft wurde auch beim letzten Lied der Gemeinde, die “Ich lobe meinen Gott” gemeinsam mit dem Chor sang, transportiert. Es erfüllte die ganze Kirche und hatte einen geradezu “majestätischen Klang“, freut sich Claudia Regel. Zwar wurden die Stücke passend zum Gottesdienst ausgewählt, trotzdem sei es jedes Mal spannend zu sehen, ob die Praxis die Theorie bestätigt und der „Flow“ eintritt, erklärt die Chorleiterin.

          Dieser „Flow“ setzte sich auch am Montag fort. Mit einer Kombination aus traditioneller Chormusik und moderneren Interpretationen begeisterte das Lauterbacher Vokalensemble seine Zuhörer, ergänzte und verstärkte den Gottesdienst. So entstand beispielsweise eine sehr andächtige Gebetsstimmung mit Arvo Pärts „Oh Jesus the Son of God“. „Die vielen Pausen im Stück von Arvo Pärt kamen überraschend, die Wirkung war beeindruckend“, würdigte Karin Klaffehn, Pfarrerin in Lauterbach und Heblos, die bis zu achtstimmige Chormusik. In der Predigt, auf die die Gemeinde mit „Herr, auf dich traue ich“ von Heinrich Schütz eingestimmt wurde, zog Pfarrer Sven Kießling Parallelen zwischen einem König, der den Turmbau zu Babel in Auftrag gab und einem aktuellen Staatsoberhaupt, das mit Phrasen wie „America first“ von sich reden machte. Mit dieser Geschichte würden wichtige Fragen der Menschheit beantwortet, so Kießling. „Sie soll die Folge gottlosen Denkens für alle Zeiten bewahren, vor allem aber die Konsequenzen solchen Handelns: grandioses Scheitern“, erklärt er seiner Gemeinde. Christsein bedeute jedoch nicht eine Marionette Gottes zu sein, sondern mithilfe des Heiligen Geistes immer wieder zu entscheiden, was das Richtige sei, unterstrich der Pfarrer den Zusammenhang mit Pfingsten. Dies bedeute auch, „die Stimme zu erheben, wo der nächste Turm von Babel gebaut werden soll.“

          Für Claudia Regel, künstlerische Leiterin der Pfingstmusiktage, sei es immer spannend mitzuerleben, wie die Gemeinde mit den Stücken mitgehe, mittendrin sei und aufmerksam zuhöre. „Das trägt zu einem Spannungsbogen bei, der den ganzen Gottesdienst zu einer runden Sache macht“, erklärt sie. Mit Ola Gjeilos „The Ground“ zum Ausgang des Gottesdienstes, gelang es den Sängerinnen und Sänger, einen emotionalen, stimmungsvollen, majestätischen und wunderschönen Eindruck bei den Zuhörern zu hinterlassen. „Ich fand, es war ein toller Gottesdienst“, schwärmt Vikarin Melanie Pflanz, „beim Kaffee nach dem Gottesdienst waren alle begeistert vom Lauterbacher Vokalensemble.“

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