Evangelisches Dekanat Vogelsberg

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          Synode

          Wege gemeinsam gehen

          Lisa HäberleNeu gewählt wurden (von links): Sylvia Puchert (Aufsichtsrat Neue Arbeit Vogelsberg), Martina Heide-Ermel (Gesellschafterversammlung Neue Arbeit Vogelsberg), Rolf Ehlert (Stellv. Mitglied der Verbandsvertretung des Beratungszentrum Vogelsberg), Sophie Schramm und Victoria Reinhardt (Beauftragte für Umwelfragen)

          Synode beschließt Antrag gegen das Energiebeschaffungsgesetz/ Fusion schreitet planmäßig voran

          Lisa HäberlePfarrer Joachim Dersch wurde am vergangenen Freitag in den Ruhestand verabschiedet.

          Die Metapher des Weges begleitete die Synodalen und ihre Gäste am vergangenen Freitag, 17. März, in Grebenhain und Bermuthshain durch die Frühjahrssynode des Evangelischen Dekanats Vogelsberg. Neben zahlreichen Wahlen standen ein Vortrag des Beratungszentrums Vogelsberg, das geplante Energiebeschaffungsgesetz der EKHN und Berichte über den Verlauf der Fusion und die Vorbereitungen zum ersten Vogelsberger Kirchentag im Mittelpunkt der vierten Tagung der laufenden Amtszeit.

          Eröffnet wurde die Synode in Grebenhain mit einem bewegenden Gottesdienst zum Thema Weg aus Psalm 86, 11. „Wir sind gemeinsam unterwegs. Wenn Gott mitgeht, ist er auf allen Wegen dabei auch in den Kurven und Rückschritten“, erklärte Pfarrerin Sylvia Puchert ihre Gedanken zur Tageslosung.  Diese Metapher wurde auch bei der Segnung des Dekanatssynodalvorstands (DSV), der neuen Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Lisa Häberle und bei der Verabschiedung von Pfarrer Joachim Dersch thematisiert.

          So blickte Dekanin Luise Berroth bei ihrer Ansprache zur Segnung des DSV auf den bereits beschrittenen Weg zurück und erinnerte an mühsame Zeiten und Wege, die gepflastert waren mit Hindernissen, Verletzungen und Schwierigkeiten, freute sich aber auch an den schönen Erlebnissen. Es tue gut, gemeinsam unterwegs zu sein, so Berroth. Nach der Frage, wohin der Vorstand unterwegs wäre, liefere Jesus selbst die beste Antwort, wenn er sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. „Wenn wir den Weg zusammen mit Jesus gehen, führt er uns zu Schätzen, tut uns gut, hält uns zusammen und macht uns fit“, erläuterte Berroth.

          Auch für die Verabschiedung von Pfarrer Joachim Dersch passte das Bild des Weges, da er in den letzten Jahren keiner Kirchengemeinde zugeordnet sondern viel Vertretungsdienste übernommen und damit viel unterwegs gewesen ist. „Vergnüglich und Ernst“, bezeichnete Dersch seinen Abschied im Gespräch mit Propst Matthias Schmidt. Er sei dankbar für den Weg und habe sich mit seinen Gaben und Fähigkeiten wie der richtige Mann am richtigen Ort gefühlt. Er habe gespürt, dass er den Weg nicht alleine gehe und betonte: „Trotz allem wo die Kirche es schwer macht, sie zu lieben, habe ich sie als Gemeinschaft der Heiligen erlebt“. Propst Matthias Schmidt hob in seiner Ansprache zur Entpflichtung hervor, wie Dersch die Zeit gut genutzt und den Vogelsberg durchquert habe. Er bedankte sich bei dem scheidenden Pfarrer für sein Ermutigen, Trösten und Unterstützen. „Wir wünschen Ihnen, dass Sie weiter erleben, dass Gott Ihnen den Weg weist“, beendete der Propst seine Ansprache. Dekanin Luise Berroth dankte Dersch für seine Tätigkeit als „Springer“. Dadurch hätten viele Kollegen glücklich in den Urlaub fahren können oder zumindest friedlich krank sein dürfen. Dekan Jürgen Sauer lobte Dersch‘s Humor und schenkte ihm passend zu dessen Leidenschaft für das Bahnfahren ein Buch über Lokomotiven.

          Bei der anschließenden Tagung im Dorfgemeinschaftshaus in Bermuthshain konnte Präses Christa Wachter 48 stimmberechtigte Synodale und zwei Jugenddelegierte begrüßen. Die ersten Tagesordnungspunkte konnten schnell abgehandelt werden, da Rechnungsprüfer Otto Bäuscher eine fehlerfreie Jahresrechnung 2015 präsentieren konnte, dafür die Dekanatsverwaltung mit Rita Riek und Helga Schäfer lobte und der Haushalt für das laufende Jahr von der Synode einstimmig angenommen wurde.

          Bei verschiedenen Wahlen entsendete die Dekanatssynode Martina Heide-Ermel, Leiterin des Diakonischen Werks Vogelsberg, in die Gesellschafterversammlung der Neuen Arbeit Vogelsberg und wählten Pfarrerin Sylvia Puchert als Mitglied des Aufsichtsrats der kirchlich-kommunalen Gesellschaft. Pfarrer Rolf Ehlert übernahm das Amt des stellvertretenden Mitglieds der Verbandsvertretung des Beratungszentrums Vogelsberg und Pfarrerin Dorothea Göbel wurde als stellvertretendes Pfarrmitglied in die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) entsendet. Darüber hinaus wurden die beiden Jugenddelegierten Sophie Schramm und Victoria Reinhardt als Beauftragte für Umweltfragen gewählt.

          Schwerpunkte der Arbeit des Beratungszentrums, warum sie ihren Namen geändert haben und welche Stufen zu durchlaufen sind, um sich aus einer Abhängigkeit zu befreien waren die zentralen Punkte des Vortrags von Matthias Gold, Einrichtungsleiter des Beratungszentrums Vogelsberg. Trotz Änderung des Namens von Jugend- und Drogenberatung - Suchthilfe im Vogelsbergkreis zu Beratungszentrum Vogelsberg liege der Aufgabenschwerpunkt weiterhin auf Abhängigkeitserkrankungen und die Betreuung und Beratung von Betroffenen und Angehörigen, so Gold. Er erläuterte in seinem Vortrag sechs Phasen, die Abhängige durchlaufen müssen, um eine Verhaltensänderung zu erreichen und betonte, wie wichtig es sei, dass Außenstehende die Betroffenen ermutigen. Metaphorisch verglich er den Veränderungsprozess mit einem Ziel, das auf einem hohen Berg liege. Um dieses zu erreichen, sei es wichtig, Pausen einzulegen und Basislager zu errichten, sodass ein Rückfall keinen Rückschritt bis ins Tal bedeute. „Aus dem differenzierten Behandlungs- und Beratungsangebot des Beratungszentrums Vogelsberg können Betroffene die richtige Hilfe für sich selbst finden und wählen“, erklärte Gold.  

          Für Diskussionen sorgte das geplante Energiebeschaffungsgesetz der EKHN, das derzeit in der Kirchenverwaltung entwickelt wird. Demnach sollen Strom und Gas in Zukunft bei einem ökologischen Anbieter gemeinschaftlich beschafft und so Kohlenstoffdioxid-Emissionen verringert werden. Die Kirchenverwaltung verspricht sich damit eine Entlastung der Kirchengemeinden, effizienteres Energiemanagement und eine Kostenersparnis, da durch die Gewährleistung von Abnehmern günstigere Preise erzielt werden können. Allerdings greife dieses Gesetz in die Befugnisse der Kirchengemeinden ein, Folgekosten und Details seien noch nicht geklärt und bei kleineren Kirchengemeinden könne der günstigere Abnehmerpreis nicht garantiert werden. Besorgnis erregte auch die Möglichkeit, dass derzeitige Anbieter, die Kirchengemeinden immer wieder als Sponsoren unterstützen, ihre Unterstützung ohne einen Versorgervertrag nicht aufrechterhalten werden. Der Vorschlag einen Antrag auf Änderung des aktuellen Gesetzesvorschlag, nachdem die Abnahmepflicht der Kirchengemeinden entfallen soll und eine gemeinschaftliche Versorgung nur auf freiwilliger Basis durchgeführt werden könne, stieß auf große Zustimmung und Beifall der Synodalen und wurde mit zwei Enthaltungen angenommen.

          Der Tagesordnungspunkt „Aktueller Stand der Dekanatsfusion“ wurde von vielen Synodalen mit Spannung und Hoffnung auf erste Antworten erwartet. Dekanin Luise Berroth konnte berichten, dass die Steuerungsgruppe der Fusion verschiedene Arbeitsgruppen zu den Themen Personal, Finanzen, Raum und Standort, Informationstechnologie und Trägerschaft der Kindertagesstätten gebildet habe und diese jetzt Vorschläge und Lösungen erarbeiten würden. Darüber hinaus solle der Austausch zwischen den Dekanaten Alsfeld und Vogelsberg durch gemeinsame Konferenzen und Klausuren intensiver werden. Im Mittelpunkt stehe dabei immer die zentrale Frage, wie die Zusammenarbeit in Zukunft aussehen solle und wie dies umgesetzt werden könne.  

          Auch die Vorbereitungen zum ersten Vogelsberger Kirchentag sind inzwischen soweit fortgeschritten, dass die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Lisa Häberle, einen ersten Programmentwurf mit den Highlights vorstellen konnte. So erwarte die Besucher am 26. und 27. August dieses Jahres neben einem Bläserkonzert, einer Podiumsdiskussion und einem Markt der Möglichkeiten auch ein buntes Programm für Kinder und Jugendliche. Kirchenpräsident Volker Jung habe die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen und werde den Dekanatskirchentag besuchen. 

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