Reise- oder Daheimbleibzeit

veröffentlicht 12.07.2026 von T. Schlitt, Ev. Dekanat Vogelsberg

Segen kann man überall brauchen - ob zuhause oder im Urlaub.

Es ist Sommer – und dazu sind auch noch große Ferien oder Betriebsurlaub da und dort. Die Sonne scheint mit voller Kraft - was will man mehr? Man könnte jetzt noch einen Plan brauchen, sofern man nicht schon Monate im Voraus etwas gebucht hat.

Ich bin immer hin- und hergerissen zwischen Wegfahren und Daheimbleiben. Wegfahren hat den Reiz, dass man Freunde besuchen kann, neue Orte kennenlernen oder sich an fernen, doch bekannten Ufern so richtig entspannen kann. Daheimbleiben bedeutet, dass man schön vor sich hinschlunzen könnte, wenn man es schaffen würde, die Arbeit liegen zu lassen. Vielleicht gelänge beides: ein wenig Ordnung machen, Liegengebliebenes versorgen und danach ein Buch lesen, ins Schwimmbad gehen oder den Grill anschmeißen. Freunde treffen, Naheliegendes entdecken.

So ist auch diese Zeit wie alle anderen ein ständiges Abwägen zwischen dem, was man lässt, und dem, was man tut. Große und kleine Entscheidungen bestimmen den Alltag: „Erwachsene treffen schätzungsweise 20.000 bis 30.000 Entscheidungen pro Tag“, heißt es u.a. auf der Website der Allianz-Versicherung. Das sind 2.000 Entscheidungen pro Stunde, wenn man mal den Schlaf abzieht. Ganz schön viel, oder? Natürlich sind da auch so Dinge dabei wie die Frage, ob man morgens um halb sechs nochmal den Wecker weiterstellt und acht Minuten länger liegen bleibt. Welches Parfüm man verwendet und welche Bluse man anzieht. Viele Entscheidungen trifft man als Reflex oder ohne Nachzudenken aus dem Bauch heraus. Aber es sind auch oft Entscheidungen nötig, für die man kurz oder lang überlegen muss und sich vielleicht auch den einen oder anderen Rat erhofft.

Wenn man sich nun also überlegt, ob man den Urlaub in der Ferne, der weiten Ferne oder doch zuhause verbringen möchte, sollte man natürlich die potenziellen Mitreisenden oder Daheimbleibenden befragen. Und man sollte auf jeden Fall eine Idee haben, wie es gelingt, dass man es überall schön hat.

Für alles, was Sie in diesem Urlaub tun, teile ich einen Reisesegen mit Ihnen, den ich heute auf Instagram gefunden habe: 

Ich wünsche dir Wege, die dich staunen lassen. Einen Himmel, der weit über dir liegt. Den Duft des Sommers an warmen Abenden. Licht, das noch lange auf den Wegen bleibt. Menschen, denen du gerne begegnest. Momente, die dein Herz lächeln lassen. Zeit, in der du bei dir ankommst, und Augenblicke des Abenteuers. Ich wünsche dir, dass du Gott spürst. Auf jedem Weg. Bis du nach Hause kommst.

Und das, finde ich, geht doch überall!

Schöne Ferien, wo auch immer, wünscht Ihnen 

Traudi Schlitt

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Evangelischen Dekanat Vogelsberg