Fünf Mitarbeiterinnen des Kinderkirchenzeit-Teams der Nachbarschaft Homberger Land hatten dafür fünf kreative Stationen vorbereitet, an denen die Kinder die Passions- und Ostergeschichte Schritt für Schritt erleben konnten.
Gleich zu Beginn durften die Kinder selbst Teil der Geschichte werden. An der ersten Station wurde der Einzug Jesu in Jerusalem nachgespielt. Mit bunten Tüchern standen die Kinder Spalier, jubelten und legten die Tücher auf den Boden. Nacheinander durfte jedes Kind durch die Gasse gehen und erleben, wie es sich anfühlen könnte, so begrüßt zu werden.
Weiter ging es zur zweiten Station, die an das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern erinnerte. Die Kinder hörten von Jesu Botschaft: Wenn Menschen Essen teilen, sollen sie an seine Liebe und an die Gemeinschaft denken. Passend dazu bastelten sie Herzservietten und deckten gemeinsam den Tisch. Beim anschließenden Mittagessen mit Kartoffeln, grüner Soße und einem bunten Gemüseteller wurde diese Gemeinschaft ganz praktisch erlebt. Christiane Jäger, Mitarbeiterin des KiKi-Teams: „Uns war wichtig, dass die Kinder die Ostergeschichte nicht nur hören, sondern wirklich erleben können – mit ihren Händen, ihren Gefühlen und ihrer Fantasie.“
Stiller wurde es an der dritten Station, die von der Gefangennahme Jesu und seinem Tod am Kreuz erzählte. Die Kinder bemalten kleine Holzkreuze und setzten sich dabei auf ihre eigene Weise mit diesem schweren Teil der Geschichte auseinander.
An der vierten Station sammelten die Kinder Worte für Traurigkeit und schrieben sie auf Steine. Diese Steine machten sichtbar, dass auch schwere Gefühle zur Geschichte gehören.
Doch die Geschichte endet nicht mit Traurigkeit. An der fünften Station hörten die Kinder von der Auferstehung Jesu – von neuem Leben und Hoffnung. Dazu gestalteten sie ihre eigenen Osterkerzen als Zeichen für das Licht, das stärker ist als die Dunkelheit.
Zum Abschluss entstand aus all diesen Elementen ein gemeinsamer Ostergarten. Die beschrifteten Steine und weitere Materialien fanden darin ihren Platz. In der Kirche klang der Aktionstag anschließend mit einem Lied und einem Gebet aus. Die Kinderkirchenzeit-Mitarbeiterin Claudia Metz fasste diesen Moment so zusammen: „Als am Ende der Ostergarten entstand, wurde sichtbar: Die Geschichte von Ostern führt von der Traurigkeit zur Hoffnung.“
Der von den Kindern gestaltete Ostergarten bleibt noch bis eine Woche nach Ostern in der Stadtkirche Homberg Ohm aufgebaut und lädt Besucherinnen und Besucher ein, die Ostergeschichte auf besondere Weise nachzuspüren.